Hochschulpolitik

Hochschule

Ein wichtiges Anliegen, ist mir die Digitalisierung an Hochschulen und Universitäten. Corona zeigt hier die Probleme mit dem Brennglas auf. Die Hörsäle und Bibliotheken müssen hier auf den neuesten Stand gebracht werden. Trotz des zweiten Corona Jahres gibt es noch immer nicht überall Video Stream Systeme und Hybride Veranstaltungen sind nach wie vor nur mit viel Vorlauf und
nicht flächendeckend möglich.

Auch landesweite Raum- und Platzbuchungssysteme lassen weiterhin auf sich warten. Analog zu den Schulen zeigt sich, dass die technische Infrastruktur oft durch Know- how einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet wird. Hier fehlt es an Unterstützung durch die Wissenschafts- und Digitalisierungsministerin, um landesweit auf eine solide Ausgestaltung zu
kommen.


Wir haben mit der Einführung von Online Wahlen bei Hochschulwahlen, bereits einen kleinen Sieg in diesem Bereich errungen, allerdings dürfen wir hier nicht aufhören.
Ich setze mich aktiv für mehr Investitionen in digitale Lernangebote und Lehrkräfte ein, damit diese digitale Lernstrategien in die Lehre implementieren können, um die Qualität der Lehre zu erhöhen und den Zugang zu Bildung zu erleichtern.


Als die Schwarz-grüne Landesregierung in 2018 den Koalitionsvertrag unterschrieben hat, versprachen Sie den Hochschulen im hohen Maße Autonomie und einen Rückzug der obligatorischen Detailsteuerung. Doch das Versprechen nach mehr Autonomie der Hochschulen, konnte die Landesregierung bisher nicht erfüllen.

Im Gegenteil: Kleinteiligkeit und detaillierte Berichtspflichten schränken die Autonomie der Hochschulen nachhaltig ein.


Professorinnen und Professoren verbringen immer mehr ihrer Arbeitszeit in obligatorischen Gremien, wodurch einerseits die Belastung wächst, andererseits aber weniger Zeit für ihre Kernaufgabe zur Verfügung steht, nämlich Forschung und Lehre.

Daher setze ich mich in meiner Arbeit dafür ein, Hochschulen zur notwendigen Autonomie zu befähigen, die sie brauchen um Forschung und Lehre zu stärken.


Darüber hinaus bin ich Befürworterin für die Einführung eines elternunabhängigem BAföG. Eine Reform des BAföG ist in meinen Augen unausweichlich. Studierende sind heute so vielfältig wie nicht nie zuvor und unser Ziel muss es sein, Bildungschancen in jeder Lebenssituation zu ermöglichen.

Daher müssen auch die Höchstaltersgrenzen für die BAföG Unterstützung aufgehoben und die Zuverdienstgrenze angehoben werden. Es braucht zusätzlich die Möglichkeit eines zinsgünstigen Studiendarlehens um den individuellen Umständen entsprechend ein Studium ermöglichen zu können.

Im Allgemeinen müssen wir beim Studium mehr auf Flexibilität wie auch Eigenverantwortung setzen und Studiengänge mehr an die Lebenswirklichkeit der Studierendenschaft anpassen.


Teilzeitstudiengänge, berufsbegleitete Studiengänge oder auch ein Fernstudium sind heutzutage keine Seltenheit mehr und es braucht weniger starre Rahmenbedingungen in Studien-, Prüfungs-, sowie Praktikumsordnungen, damit die Bürgerinnen und Bürgern das Studieren nach individuellen Vorstellungen und eigenen Kapazitäten gestalten können.

Europäische wie auch internationale Hochschulnetzwerke wie das „Erasmus+“ Programm müssen ausgebaut und weiterentwickelt werden. Hierzu muss die EU künftig Forschung und Hochschulnetzwerke zu einem stärkeren Förderungsschwerpunkt in Haushalt machen.
Schon seit meiner Zeit als Studentin bin ich an Hochschulpolitik interessiert.

Ich war Mitglied der Liberalen Hochschulgruppe(LHG Marburg) und habe mich im Studierendenparlament für eine Verbesserung des Hochschulsports, mehr Wahlmöglichkeiten in der Mensa sowie eine vernünftige Haushaltspolitik eingesetzt. Dieses Engagement setze ich in meiner Arbeit im Landtag fort.