Bildung

Bildung

Weltbeste Bildung: Schulen und Sport stärken

Bildung ist für uns Freie Demokraten die zentrale Voraussetzung für Chancengerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben in allen Lebensphasen. Bildung ist das Fundament für die Sicherung des Lebensunterhalts und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Daher muss jedes Kind einen Anspruch auf beste Bildung haben, um das zukünftige Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Wir treten für ein ganzheitliches Bildungssystem ein, das Chancengerechtigkeit fördert und lebenslanges Lernen ermöglicht. Beste Bildung fängt in der KiTa an, geht über starke Schulen und Hochschulen bis hin zur Volkshochschule. Viel zu oft hängen Bildungschancen noch vom Elternhaus ab. Dadurch haben es insbesondere Kinder aus sozial schwächeren Haushalten schwer, Chancen zu ergreifen und ihre Träume zu verwirklichen. Für uns ist Bildung der zentrale Schlüssel für eine faire Sozialpolitik, die Gerechtigkeit schafft und Aufstieg ermöglicht. Die Universitätsstadt Marburg hat als Schulträger die Verantwortung, die Gebäude und deren Ausstattung der Lernstätten qualitativ hochwertig zu modernisieren. Investitionen in Schulen müssen Vorrang vor anderen Großprojekten haben. Es muss unser Anspruch sein, dass die Schulausstattung höchste Priorität genießt und die Schulen ihrem sozialen, pädagogischen und fachlichen Auftrag gerecht werden können. Mit den Schulgebäuden zeigt ein Gemeinwesen seinen Kindern, welche Wertschätzung ihnen entgegengebracht wird.

Bildung und Bewegung sind die produktivsten Investitionen in Marburgs Zukunft. Der bestehende Investitionsstau bei Schulen, Kitas und Sportstätten ist konsequent abzubauen; Substanz hat Vorrang vor Symbolpolitik.


Starke Schulen für starke Schülerinnen und Schüler

Marburg verfügt über eine erfreuliche Schulvielfalt, die erhalten bleiben muss. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, weshalb es eine vielfältig aufgebaute Schullandschaft geben muss. Das Gymnasium muss neben Haupt – und Realschulen bestehen bleiben. Für uns gehören die Schulen in freier Trägerschaft zur Schullandschaft dazu. Wir möchten sie als gleichberechtigte Partner stützen und fördern. Die Stadt soll sich auf ihre originären und verpflicht enden Aufgaben besinnen. Die Stadt muss hier die gleiche Unterstützung wie für ihre eigenen Schulen sicherstellen und sich so zur Schulvielfalt bekennen. Wir fordern ein so dringend wie nie benötigtes Sofortprogramm („Not-BiBaP“ für die dringendsten Fälle) für alle Schulen und Sporthallen in Marburg. Das sog. „BiBaP“ (= “Bildungsbauprogramm” der Stadt) ist hingegen unverändert nur eine Scheinlösung, da es in Wirklichkeit nur selbstverständliche Instandsetzungen und ansatzweise Baumaßnahmen abdeckt, aber den Zugang zu den Geldern wie bei einem staatlichen Förderprogramm verkompliziert und damit verlangsamt. Marburg hat unverändert marode Schulen und Turnhallen. Die Aufgaben sind gewaltig und nicht mit kleinen Reparaturmaßnahmen hier und ein paar neuen Fenstern dort getan. Hier müssen wir ran. Es geht darum, die grundlegendsten und selbstverständlichsten Dinge für einen sicheren Schulbetrieb sicher zu stellen. Wir müssen uns auf die Schulen und KiTas konzentrieren!


Das Digitalste in der Schule dürfen nicht die Pausen sein. Die Digitalisierung bietet viele Chancen im Bildungsbereich, die wir ergreifen möchten. Dabei sehen wir den Einsatz digitaler Methoden und Plattformen als sinnvolle Ergänzung für den analogen Unterricht. Deswegen setzen wir Freie Demokraten uns für ein zukunftsweisendes Digitalkonzept ein, das die Aspekte der Infrastruktur, der Aus – und Weiterbildung sowie Diagnose – und Vermittlungsmöglichkeiten ebenso umfasst wie die Umstellung der Verwaltung und Organisationsstrukturen. Schulen brauchen ein eigenes Budget und Freiheiten. Jede Schule weiß vor Ort am besten, was ihre Bedürfnisse sind und welche Anschaffungen sie benötigt. Schulen sollen leichter Fördermittel beantragen und abrufen können, um ihre digitale Entwicklung voranzutreiben. Dazu gehört die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten sowie die Modernisierung der Klassenräume. Glasfaser muss an jeder Schule vorhanden sein. Oft mangelt es an genügend Bandbreite, um moderne Lernformate zu nutzen. Die Stadt als Schulträger sowie das Kultusministerium ist verpflichtet, einen Medienentwicklungsplan sowie ein dazu gehöriges Fortbildungskonzept vorzulegen. Die Gelder sind zweckgebunden für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zu nutzen. Wir wollen uns am Gute -KiTa-Gesetz orientieren und begrüßen es, wenn mehr freie Träger KiTas betreiben würden. Kooperationsmodelle zwischen Schule und Stadt, wie sie in den Bildungspartnerschaften auf fachlicher, sportlicher und kultureller Weise bereits jetzt existieren, müssen auch in anderen Bereichen, wie z.B. der Betreuung, der Hausaufgabenhilfe oder der Schulsozialarbeit ermöglicht werden. Die Stadt kann dabei eine zentrale Leitungsfunktion wahrnehmen, Synergien ermöglichen und so den Spielraum der Schulen noch erweitern. Gerade Marburg als Universitäts- und Sportstadt verfügt neben den städtischen Schulen auch über eine vielfältige Landschaft außerschulischer Lernorte. Angefangen bei den Apfel- und Kirschlehrpfäden im Stadtwald über die archivpädagogische Arbeit des Staatsarchivs und den Botanischen Garten bis hin zu unseren Museen und dem Landestheater gibt es viele Institutionen, deren Angebote in innovative Unterrichtskonzepte eingebunden werden können.


Die Stadt muss die Entwicklung der Schülerzahlen würdigen und rechtzeitig in die Planung hinsichtlich der benötigten Räume und Flächen einbeziehen. Viel Verbesserungspotenzial sehen wir hier bei der Koordination von Raumbelegungen in und zwischen den Schulen. Es muss ein digitales Raumbelegungstool für alle Lehrkräfte und Schulen in Marburg geschaffen werden. Dies birgt Einspar- und Verbesserungspotenziale. Wir fordern den zentralen Erwerb von Online-Lizenzen z.B für Software und Filme durch die Stadtbildstelle Marburg für alle Schulen. So kann der Zugang für Lehrkräfte zu modernen Medien für den Unterricht vereinfacht werden, während die Kosten zentralisiert und im Vergleich mit Einzel – Lizenzen niedriger gehalten werden können. Um echte Chancengerechtigkeit an den Schulen herzustellen, müssen diese auch auf die sozialen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen. Daher wollen wir die Schulsozialarbeit stärken. Insbesondere das gezielte und präventive Angehen von Mobbing und Bullying muss hier im Fokus stehen. Darüber hinaus sollen Schulprozesse zukünftig digital erfasst werden. Aus dem Grund fordern wir die Einführung eines digitalen Klassenbuches in den Marburger Schulen, um Informationen über Lehrinhalte und organisatorische Fragen schnell und effizient zwischen Lehrkräften austauschen zu können. Das Programm schule@zukunft muss dringend fortgeschrieben werden.


Sport

Marburg ist Sportstadt. Diesem Anspruch müssen wir endlich auch gerecht werden. Sport braucht Raum. Deshalb müssen wir die Sportstätten renovieren und modernisieren, um ausreichend Kapazitäten für den Sport anbieten zu können. Wir setzen uns für einen Neubau einer großen Mehrfelderhalle mit einem privaten Sponsor ein, um das Angebot zu erweitern und Sport zu ermöglichen. Wir fordern eine zügige Umsetzung des bestehenden Sportentwicklungsplans und eine aktuelle Fortschreibung. Zu gutem Sportunterricht gehören drei Sportstunden pro Woche. Diese Vorgabe muss endlich umgesetzt werden. Sport ist inklusiv, und Marburg auch. Deshalb muss versucht werden, überall eine bestmögliche Barrierefreiheit herzustellen. Unsere Bürgerinnen und Bürger benötigen vielfältige Bewegungsangebote und -flächen; insbesondere in den Außenstadtteilen mit einer hohen Jugenddichte, z.B. in Cappel müssen wir frei nutzbare Flächen anbieten. Eine beleuchtete und sichere Laufstrecke oder entsprechend ausgebaute Wege für Skateboards, Fahrräder sowie Läuferinnen und Läufer sind eine naturnahe Erweiterung für eine bewegte und gesunde Stadt. Sport braucht manchmal auch Wasser. Hier gilt es, die bestehenden Ressourcen effizient zu nutzen, um Klima und Haushalt zu schonen. Optimale Belegung ist hier besser, als ein zusätzliches Schwimmbad. Auch hier kann ein Raumbelegungstool helfen. Gut wäre es, wenn die Vereine mehr eigene Verantwortung für ihre Sportstätten übernehmen dürften. Das stärkt die Gemeinschaft und setzt Kraft vor Ort ein.